der berg ruft

seit unseren familienurlauben in südtirol vor gefühlten 1000 jahren bin ich eigentlich vom berg angefixt. wenn ich berge sehe, bin ich fasziniert von der kargheit und der unfassbaren größe. deshalb komm ich auch immer wieder ins staunen, wenn man daheim die alpen sehen kann.
meine bergesliebe hab ich in den letzten jahren nicht so richtig ausgelebt. als wir dann ins kleinwalsertal kamen, loderte die begeisterung wieder richtig auf, vor allem, weil man von unserer terasse direkt auf den hohen ifen (2230m) schaut. IMG_5820
also hab ich mich entschlossen, die tour zu machen. ich war richtig aufgeregt, auch weil sie für geübte bergwanderer ausgelegt ist. angegeben waren 3 stunden von der auenhütte zum gipfel. ich bin zur auenhütte rüber gelaufen und dann gestartet. bis zur ifenhütte ging es zunächst noch durch den wald, dann hatte ich die baumgrenze hinter mir gelassen. der weg ging weiter in serpentinen rauf, dann schlängelte er sich an einem buckel entlang, die steilwand des ifen immer zur linken. schließlich ging es in das geröllfeld unter der steilwand.IMG_5830
darin befand sich eine passage, die mit drahtseilen gesichert war, die ich auch fleißig genutzt habe. aus dem geröllfeld heraus ist man dann bereits oben auf dem plateau und kann das gipfelkreuz schon sehen. als ich dort ankam, waren 1 Stunde und 53 Minuten vergangen. ich musste aber auch das shirt wechseln, zumal es ziemlich windig war. die aussicht war grandios und belohnte für alle anstrengungen.


den abstieg hab ich über die schwarzwasserhütte gemacht. auch hier gab es zunächst ein paar knifflige passagen mit drahtseil und viel geröll und später viel auf und ab. dabei hab ich meinen guten schnitt vom aufstieg wieder etwas ausgeglichen, denn es ist beim wandern wie beim mountainbiken: ich kann einfach besser bergauf.
kurz vor dem ziel bin ich dann am speichersee vorbeigekommen und konnte nicht widerstehen, denn wer braucht bei 28 grad auf den letzten metern schon trockene klamotten?!
erkenntnisse des tages: 1. ich muss öfter in die berge und vor allem auf die berge. 2. ich brauch neue wanderschuhe, mein über 10 jahre altes paar von decathlon hat jetzt einfach mal ausgedient, ich hab jeden stein gespürt. 3. ich muss mir stöcke anschaffen, denn meine knie finden bergab ebenfalls kacke.
erkenntnis einen tag später: meine kondition mag richtig gut sein, ich hab aber keine wandermuskeln mehr. so einen muskelkater hatte ich schon ewig nicht mehr … aber das war es wert 🙂
die eckdaten der tour findet ihr hier.

 

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